Haus
und Körper
Essay zur Ausstellung von
Agnes Kohlmeyer
“Haus” und “Körper”,
das sind Themenbereiche, die besonders in dieser ganz spezifischen
Kombination ein jedes Lebewesen angehen. Jeder fühlt
sich einbezogen und betroffen, ganz im Zentrum dieser Fragen.
Denn jeder hat einen Körper und Sinne, und für
jeden ist ein Haus, sei es nun “Hütte oder Schloss
oder gar das Weltall selber” zumeist ein Ort der Zuflucht,
der Geborgenheit, der Erinnerung - ein wichtiger Ort in
jedem Fall. Und besitzen wir kein Haus, dann suchen wir
uns eine Mulde, eine Höhle, einen Bau, einen Verschlag,
ein Nest. Ja, die kleinsten der Lebewesen haben es am besten
geschafft, ihren Körper mit der Behausung und deren
ureigenstem Sinn zu verbinden, - Schildkröten, Schnecken,
Muscheln etwa, welche ihr Haus schon gleich mit sich herumtragen.
Jederzeit bereit, immer vor Ort, um Schutz und Rückzug
zu bieten. In einem Haus werden wir geboren und in einem
Haus sterben wir. In einem Haus da fühlen wir uns sicher,
aufgehoben, umgeben, aber in einem Haus können wir
auch durchaus Kälte spüren, Ängste oder Unwohlsein.
„Wir werden sehen, wie die Einbildungskraft „Mauern“
aus ungreifbaren Schatten baut, wie sie sich mit Illusionen
von Umhegtsein stärkt - oder umgekehrt, wie sie hinter
dicken Mauern zittert und die festesten Wälle in Zweifel
zieht. Kurz, in der unbeendbarsten aller dialektischen Reihen
sensibilisiert das beschützte Sein die Grenzen seines
Zufluchtsortes. Es sieht das Haus in seiner Wirklichkeit
und in seiner Möglichkeit, im Denken und im Träumen“
sagt der große französische Phänomenologe
Gaston Bachelard in seinen ebenso wichtigen wie faszinierenden
Studien zur Poetik des Raumes. Immer stehen wir in starker
Beziehung zu einem Raum, immer strahlt er etwas aus, das
wir “körperlich” spüren, stets reagieren
wir auf ihn, messen wir uns mit ihm. Und was hat es nun
mit ‚Körper’ auf sich, unserem Gegenpart
zu Haus’? Ist nicht unser Körper selber wiederum,
ein jeder Körper zugleich auch Haus, ist Hülle,
ist Schutz für unser Inneres, Intimstes, unsere Gedanken
und Träume? Viele, einem jeden von uns ganz nahe Gedanken
können sich um diese Thematiken flechten, zu welchen
gerade Bachelard so wunderbare Worte zusammengetragen und
selber gefunden hat.
Natürlich sind wie immer die Künstler
die besten, wenn es darum geht, ihre Phantasien, ihre Gedanken
zu verbildlichen und alle möglichen Beziehungen zwischen
diesen beiden Phänomenen ‘Haus’ und ‘Körper’,
so unterschiedlich wie wir selber nun einmal unterschiedlich
sind, auszudrücken. Das Anliegen dieser kleinen Ausstellung
soll es sein, aus der Fülle der Möglichkeiten
an Reflektionen und Visionen, welche sich um ein solches
uns “nahes” Thema herum bewegen können,
einige Gesichtspunkte herauszufiltern und in einen neuen
Zusammenhang zu stellen.
Elf Künstler von unterschiedlichster
Herkunft und Haltung, von unterschiedlichem Alter und mit
ganz verschiedener Arbeitsweise werden jeweils mit ihren
Werken zum Thema vorgestellt, und gleichzeitig lassen wir
dabei auch diese unterschiedlichen Positionen und Ideen
auf relativ engem Raum mit- und zueinander sprechen. Da
ist ein recht bekanntes Blatt der großen “alten
Dame” der Kunst, Louise Bourgeois, eine ihrer wunderlichen
und betroffen machenden “Femme Maison”-Figuren
aus dem Jahre 1947.
Bourgeois, von welcher wir
glücklicherweise durch ihr ganzes langanhaltendes und
noch immer höchst lebendiges, kreatives Werk hindurch
unzählige eigene Bemerkungen und Erzählungen bekommen
konnten und noch immer bekommen, hat selber angesichts der
Serie Femmes Maison angemerkt: “Als ich 1940 Femme-Maison
malte, einen Körper, halb Frau, halb Haus, wurde gesagt,
dieses Werk sei ein Beispiel für Kunst von einer Frau.
Aber es tut mir leid, ich weiß nicht, was das ist,
Kunst von einer Frau gemacht. Es gibt keine weibliche Erfahrung
in der Kunst, jedenfalls nicht in meinem Fall, weil Du nicht
schon allein deshalb, weil Du eine Frau bist, eine andere
Erfahrung machst: Individuen sind unterschiedlich, Männer
und Frauen sind unterschiedlich, aber nicht die menschliche
Natur.
Diese Frau hier sieht ganz offensichtlich
hübsch aus, aber sie weiß nicht, was sie für
eine Wirkung auf uns ausübt. Sie ist sich nicht bewusst,
dass sie halbnackt ist, und sie ist sich nicht bewusst,
dass sie versucht, sich zu verstecken. Das bedeutet, dass
sie eine vollkommene Niederlage erleidet, weil sie sich
in genau dem Moment zeigt, wo sie denkt, sich zu verstecken.
Große Modernität für die damalige Zeit steckt
in dieser Haltung und in diesem Werk, es ist sehr persönlich
und sehr feministisch anmutend, die Welt wird kritisch gesehen
und reflektiert, wie meist im Werk der Künstlerin,
die eigene Situation als Frau, das eigene Opfer- und gleichzeitig
im Zentrum der Welt-Sein.
Die Frau als Körper und gleichzeitig auf dem Kopf,
im Zentrum ihrer Gedankenwelt ein Haus tragend, ihren eigenen
Bereich, der immer auch Schutz zu gewähren gewöhnt
ist. Die junge in Berlin lebende Italienerin Monica
Bonvicini greift dieses Bild, das so vielfältig
interpretierbar zu sein scheint, ganz offensichtlich allein
in eine spezielle Richtung gehend auf. Bei ihr ist die nackte
Frau, welche mit dem Haus auf dem Kopf blind und einseitig,
irr und unerbittlich immer wieder gegen die Wand läuft,
eher ein bedauernswertes Opfer, aber immerhin eines, das
sich zu wehren versucht.
Eine Protesthaltung, das ist sie ganz eindeutig, welche
sich auch homogen mit den anderen Arbeiten der Künstlerin
verbindet. Sind es bei Bonvicini doch stets weibliche Reaktionen,
welche sich gegen die noch immer überwiegend männliche
Domäne der Architektur, der Welt der Häuser und
somit auch der “tauben und blinden” Wände
zu wehren versuchen. Der amerikanische Künstler Bruce
Naumann hat sehr früh und mehr als jeder andere
mit seinem eigenen Körper alle erdenklichen Versuche
angestellt. “… ich gehe ins Atelier und tue
dort, was mich interessiert, und dann versuche ich, einen
Weg zu finden, es darzustellen, damit andere Leute dasselbe
tun können, ohne dass ich denen viel erklären
muss.”(aus: Interviews 1967-1988, Fundus 1996)
In den eigenen vier Wänden des Ateliers hat Nauman
Geige gespielt, hat auf der Stelle getreten, hat alle möglichen
Körperhaltungen (Sitzen, Stehen, Liegen, Sich-Anlehnen
usw.) erprobt, hat unterschiedliche Arten an Mimik geübt,
hat seine Lippen langgezogen, seine Finger in “Augen,
Nase, Ohren und Mund gebohrt”, immer wieder und in
langanhaltenden Versuchen (Corridor-pieces) seinen Körper,
mal nur mit großer Mühe, mal mit ausladenden
Bewegungen (Walk with Contraposto) durch einen engen oder
immer enger werdenden Spalt (einen Korridor) gezwängt,
oder auch, unter Zuhilfenahme von Schauspielern - in endlosen
Slapsticks kleine “häusliche” Gemeinheiten
geprobt, wie etwa in einem bemerkenswert bösen und
zugleich amüsanten Video (Violent Incident, 1986),
wo ein Mann seiner Dame immer wieder den Stuhl wegzieht,
kurz bevor sie sich setzen möchte, und das Ganze dann
ziemlich schnell zu einem handfesten Schlagabtausch eskaliert.
Interessant für unsere ganz spezifische Thematik ist
es beispielsweise auch, wie Nauman in einem Interview von
1975 mit Jan Butterfield von seinem Zentrier-Stück
erzählt: Ein Zentrier-Stück “ist ein hoher
Raum. Man muss in den Raum hineingehen und dessen Zentrum
ausmachen, das etwas über Augenhöhe liegt. Dann
muss man versuchen, seinen eigenen Mittelpunkt zu bestimmen,
und dann versuchen, ihn zu bewegen, bis er mit dem Zentrum
des Raums zusammenfällt.
Es gibt eine Liste mit Anweisungen, denen die Leute folgen
sollen (wie man seinen eigenen Mittelpunkt finden kann),
der als körperlicher Mittelpunkt zu verstehen ist.
… Dann stellt man sich eine Linie zwischen den beiden
Punkten vor. Dadurch findet man den Mittelpunkt seiner Vorderseite,
dann den Mittelpunkt seiner Rückseite. … Dann
stellt man sich vor, dass diese beiden Linien sich kreuzen.”
Loris Cecchini arbeitet gewissermaßen
an dem Thema der “Leere” der Dinge, am Gegenpart
zur Materialität von Objekten und Lebewesen. In seinen
Skulpturen aus uretanischem Gummi (und neuerdings auch aus
dem relativ weichem Material Aluminium) setzt der junge
toskanische Künstler eine Art Verdoppelung der Wirklichkeit
um: Ein Fahrrad, Monitore und Kabel, eine Gartenbank, ganze
Reihen von Kinosesseln, Büromöbel, Telefonzellen,
einzelne Wände und nun auch “Häuser”,
Gefängniszellen oder käfigartige Räume…
all diese Objekte treten stets auf als eine den Betrachter
in Erstaunen versetzende Umwelt. Und da steht nun in dieser
Ausstellung auch das “deformierte” und damit
in hohem Maße anthropomorph anmutende Haus aus Aluminium,
welchem sozusagen ein Teil seines Rückgrates entzogen
wurde. Diese Skulpturen erscheinen weich und sind es auch,
ohne den inneren “Knochenbau”, in sich selbst
zusammenfallend oder zumindest kurz davorstehend. Wie die
bloße Oberfläche der Dinge oder ihre Hülle,
wie die Haut einer Schlange oder auch die zweite Haut einer
Person, so mögen sie uns allesamt erscheinen. Und da
sind die aus lebendigen Weiden gestalteten “Leibräume”
Birgit Cauers aus Berlin, zu denen die
Künstlerin selber ausführt (und es ist wohl nicht
von ungefähr, dass man bei diesen Ausführungen
auch ein klein wenig an die zuletzt gehörten Worte
Bruce Naumans denken muss):” Ich … bin zum Thema
Körper und Raum gekommen, weil ich mir überlegt
habe, womit ich mich eigentlich als Bildhauerin beschäftige.
Und das ist Raum. Die Raumdefinition ist aber abhängig
von mir, meiner Person, ich bin der Mittelpunkt des Koordinatensystem.
Nur: Wo ist meine Mitte? Wie ist die Ausdehnung meiner Mitte?
Ist mein Leib meine Mitte? Was ist mein Leib? Wo fängt
er an, wo hört er auf? Woraus besteht er? etc....über
diese Fragenkette bin ich zu den Leibräumen gekommen
und dann tauchten immer mehr Fragen auf: nach Transparenz,
nach Öffnungen, nach Zuständen und Gewichten etc.
Und natürlich ist mein Leib mein Zuhause, mein Haus!
Und wenn ich andere Menschen - Leiber zeichne, gilt das
alles auch für sie.”
Letizia Cariellos Arbeit setzt sich damit
auseinander, die Themen der obsessiven Wiederholung in physische
Räume und konkrete Objekte umzuwandeln. Ein ganz besonderes
Augenmerk wird stets auf Getrenntheit und Isolation gelegt,
als ein Raum zur Durchleuchtung der Beziehung gedacht zwischen
innerem und äußerem Raum. Die obsessive Wiederholung
beschränkt sich auf ganz bestimmte Themenbereiche:
auf den Archetypus der Architektur, auf den Bereich der
Gefühle, der Natur, der Botanik, der Gestirne. Für
diese Ausstellung nun wurde ganz bewusst auf eine Reihe
der im Werk der jungen Mailänder Künstlerin so
pünktlich und in allen nur erdenklich wiederkehrenden
Varianten, stets aber hilflos herabfallenden, mit dem Bauch
nach oben gekehrten kleinen Schildkröten zurückgegriffen.
Denn ist nicht sie “das Tier mit dem wandernden Haus”
par exellence?
Lassen sich nicht auch an ihr, in all ihrer Kleinheit und
Reduziertheit der Sinn des überaus Praktischen eines
Hauses ablesen, das zum blitzeschnellen Rückzug bereit
steht, sollte Gefahr von außen drohen - , einmal ganz
abgesehen von all den Geheimnissen, auf welche uns noch
einmal Bachelard hinverweist, wenn er mit seiner so unnachahmlichen
Wortwahl von der Schildkröte als vom “Tier in
seiner Büchse” spricht, welches sich seiner “Geheimnisse
sicher” sei. Ja, bei ihm ist die Schildkröte
schließlich sogar “zu einem Ungeheuer von undurchdringlicher
Physiognomie” geworden, nachdem uns der Philosoph
eine kleine Geschichte erzählt hat von einem ganz entschiedenen
Sieg der Schildkröte über einen hungrigen Wolf.
Bei dem Stuttgarter Jörg Mandernach
geht es inhaltlich auch immer wieder um Grenzüberschreitungen,
das Wechseln von Bewusstseinszuständen, wofür
er in einem individuellen Bedeutungssystem ganz eigene Zeichen
entwickelt hat, z.B. durchlässige Grenzen.
Die immer wieder auftauchende Amphore etwa, die gleichzeitig
auch Körper ist, die Haut, der Fisch, das Fenster,
das Haus mit Fenstern und Türen, Kleidungsstücke,
die zu Masken werden oder all die Verkehrsmittel wie das
Flugzeug, die Rakete, das Boot und vieles andere mehr.
Sämtliche Figuren in den Bildern sind sozusagen Pioniere,
die in unbekannte Welten eintreten, etwa so, wie der Betrachter
beim Eintauchen in eine Bildwelt das fremdartige Land eines
Künstlers betritt. Ein Bild ist immer eine Hülle
und ein Speicher für Ideen. Der Künstler nimmt
Motive aus der Außenwelt auf, bewahrt sie in sich
auf, verarbeitet sie und spiegelt sie dann, in veränderter
Form, wieder in die Fläche des Bildes nach draußen.
Jörg Mandernach arbeitet medial sehr vielseitig. Neben
seinen großen Enkaustikmalereien stehen seine Zeichnungen
“aus dem Zettelkasten", welche einerseits zu
kleinen, am Boden befindlichen Sammel- und Such-Skulpturen
werden können, und welche sich wiederum ortsspezifisch
auch zu Wandzeichnungen ausweiten können, indem mit
Klebeband zeichnerisch direkt auf der Wand gearbeitet wird.
Der Realraum wird damit zum Bildraum und kann durchaus auch
sämtliche vorhandenen - und die anderen Künstler
ansonsten meist nur störenden - Raumelemente miteinbeziehen.
Auch hier in München wird die Wandarbeit eine menschliche
Figur (also einen Körper) aufweisen, welche in einzigartiger
Symbiose und in doppelter Hinsicht mit der gezeichneten
(dem Haus) wie auch mit der wirklichen Architektur (der
Wand) verschmelzen wird. Zwei weitere Künstler, welche
mit ihren Arbeiten ganz im Zentrum des Ausstellungsthemas
stehen, sind Roberto Barni aus Florenz
und Marco Del Re, heute in Paris ansässig,
beide aus der Tradition der “Scuola Romana”
stammend sowie der sogenannten ‘Transavanguardia'
Italiens, mit ihren phantasievollen Mensch-Architekturen,
einzigartige Metamorphosen von Raum und Körper.
Sehen wir bei Barni speziell den jahrelang bearbeiteten
Zyklus “Das Atelier im Maler” näher an:
Der große Menschen-Raum umschließt zweifellos
in seinem Körper das Atelier eines Künstlers,
der Tisch, das Bett, die Staffelei … Aber in der Mitte
des Raumes steht, klein, weiß und schematisch dargestellt
noch einmal ein Mensch. Traurig wirkt er, verloren, vielleicht
auch einfach noch ohne Rat.
Diese Art Skulpturen endlich verbanden den Alltag mit
der Kunst. Als eine Konsequenz trat auch der menschliche
Körper wieder ins Bild. Auf Stühlen und an Tischen
beispielsweise sitzt man, auf Betten liegt man, an Wänden
lehnt man, man ist von ihnen umgeben. Anthropomorphes und
Konkretes treffen nunmehr in der Kunst zusammen. Nur, jetzt
wurde der Gebrauch der Objekte wichtiger als etwa das Objekt
selber. Skulptur trat in den Bereich des Ereignisses ein.
Wurm ist einer der Vorreiter dieser Richtung,
indem er neue Parameter in den Bereich der Skulptur einführt,
als da sind Schwerkraft, Gewicht, Statik, Stabilität,
Gleichgewicht, Materialität und Form. Menschliche Körper,
welche bestimmte Haltungen (sogenannte ‘one-minute-sculptures')
nur ein paar Minuten lang annehmen können, sind eine
erstaunliche Verlängerung für den Gebrauch der
Medien Video und Fotografie. Der Grieche George
Lappas schließlich stellt uns seine phantastischen
Haus-Gebilde vor, ein Teil einer sich wie ein roter Faden
durch das gesamte Werk hindurchziehenden Serie aus kleinformatigen
Skulpturen aus Aluminium und Bronze mit Namen Invitations,
Exorcisms and Pastry sculptures, die auf ebenso neugierigmachende
wie beunruhigende Weise ganz aus menschlichen Körpern
“gebaut” sind.
Dichter verschmelzen als so können beide nicht mehr,
das Haus nicht mehr nur Hülle, nur Zuflucht für
den Körper, sondern er selber, der Körper Teil,
Baustein des Hauses, aufs Deutlichste eins geworden. Mit
einem kurzen, aber großartigen Vers von Noel Arnaud
möchte ich aus dieser kleinen “Haus und Körper”-Verzauberung
wieder auftauchen: “Ich bin der Raum wo ich bin”
(L'Ëtat d'Ëbauche/Im Rohzustand)
Agnes Kohlmeyer Venedig, Mai 2004
Agnes Kohlmeyer
ist freischaffende Kritikerin und Ausstellungskuratorin.
Seit 1984 lebt sie überwiegend in Italien. Sie hat
am Palazzo Grassi in Venedig an der Seite Pontus Hultens
gearbeitet, anschließend die internationale Kunstzeitschrift
CONTEMPORANEA International Art Magazine herausgegeben und
zahlreiche Ausstellungen rund um die Welt kuratiert, darunter
etwa “IBA-Idee, Prozess, Ergebnis” (Berlin-Mailand,
1984-86), “Artedomani 3”(Spoleto 1992), “Mario
Merz” (Trient, 1994), “Robert Rauschenberg”
(Venedig 1995), “Bauhaus 1919-33” mit Marco
De Michelis, Mailand 1996), “Wasser in der zeitgenössischen
Kunst” (Wien, 1996), “The Edge of Awareness”
(Genf, 1998), von 1998-1999 gemeinsam mit Harald Szeemann
die 48.Biennale “D'Apertutto” in Venedig oder
2001 die große Ausstellung “Chairs in Contemporary
Art im Schloss von Udine. Während der vergangenen 3
Jahre (2001 bis 2003) ist sie die Künstlerische Leiterin
des Ludwigsburger Kunstvereins gewesen und hat dort circa
20 Ausstellungen kuratiert, zum größeren Teil
mit Katalog. Seit Herbst 2003 unterrichtet sie “Tendenzen
der zeitgenössischen Kunst” an der Hochschule
für Design und Künste in Venedig, sie hält
Vorträge und schreibt für Zeitungen und Fachzeitschriften.
Sie lebt und arbeitet in Venedig.
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