francoise
heitsch zeigt mit der Ausstellung „Istanbul -
on the Road“ zeitgleich und in Kooperation mit
der Galerie Tanit „on war and love“, Fotografien
und Filme des libanesischen Künstlers Fouad Elkoury.
Die s/w Fotografien Elkourys, entstanden 19999-2000,
zeigen Orte, die der Künstler auf seinen Reisen
durch die Türkei und Istanbul aufgesucht hat.
Die Bilder gewähren uns Einblicke in die unterschiedlichen
Situationen des Lebens dort – es sind einfühlsam,
unmittelbar und dokumentarisch eingefangene Szenerien
– intime Blicke durch die Kamera des Wanderers
Elkoury, die gleichzeitig die Distanziertheit eines
reisenden Beobachters bewahren. Auf
den ersten Blick lädt die lustvolle Flüchtigkeit
in den Bildern, die nichts weiter zu sein scheinen
als verbliebene Fragmente vergangener Momente, den
Betrachter zum verweilen ein - und zum assoziativen
flanieren.
Näher betrachtet, wird das geschulte Architektenauge
des Künstlers unverkennbar - die Bilder sind
in ihrer Komposition der Linien und Flächen ausgewogen,
die Konstruktion durchdachter Bildausschnitte bewegen
sich in spannungsreicher Balance zwischen Dialog und
Ergänzung.
Fouad Elkoury gelingt es, Neues und im Wandel Begriffenes
mit wohlwollendem Blick festzuhalten, ohne es artifiziell
aus seinem Umfeld herauszustellen. |
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„Lettres
à Francine“ (2002) ist ein Film, in dem
Fouad Elkoury Fotografien, die während seiner
Reisen durch die Türkei entstanden sind, mit
biographischen Filmsequenzen aus Paris verbindet.
Konfrontiert mit der erschütternden Diagnose
eines Krebsleidens, muss er die Reise durch die Türkei
abbrechen.
Die Hoffnunglosigkeit der Krankheit und die Eindrücke
seiner Reise formuliert der Autor in digitalen Briefen
an seine Freundin Francine;
Sein Selbstdialog, verwoben mit Begegnungen der Menschen
aus seinem Umfeld, wird zu einer Art Reisetagebuch,
das sich zwischen der Mutlosigkeit und den Ängsten
vor der Krankheit, mit den teils nüchternen,
manchmal auch lyrischen Bildern seiner Aufenthalte
zu einer widerstreitenden und zerrissenen Gefühlswelt
bewegt.
Die innere Zerissenheit bleibt dem Zuschauer - wie
sie ein Heimatloser auf der Reise in sich trägt,
stets zwischen dem Hoffen auf ein Ankommen, dem Ziel
suchen und dem erneuten Kofferpacken für die
nächste Etappe der Ungewissheit....
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