Françoise Heitsch

Maria zervou, POINT OF DEPARTURE

Für die Arbeiten von Maria Zervou (1977), die meist eine emotionale Verletzlichkeit betonen, ist der Ausdruck ihrer persönlichsten Art zu fühlen sehr charakteristisch. Ihre Geschichten beruhen stets auf Metaphern und nehmen – als mentale Bilder geboren – verschiedene Formen ein. Maria Zervou untersucht in ihren Videos, Zeichnungen und Installationen oftmals die doppelseitige Natur der Dinge und benutzt alltägliche Szenerien, die mit fremdartigen Dingen oder Paradoxien im unerwarteten Kontakt stehen. In ihrer Videoarbeit „Traveler“ konzentriert sich die Künstlerin auf die Erforschung der doppelten Sichtweisen unserer Realität – die unserer sichtbaren Welt und die, die wir mit unserem inneren Auge wahrnehmen, die Realität unserer eigenen Fantasiewelten. Ihr Ziel ist es, die Erwartungen des Beobachters umzukehren, indem sie die absurden Elemente der Realität betont. Eine ihrer Methoden, um den doppelten Blick auf die Wirklichkeit zu erforschen, liegt in dem Zusammenführen verschiedenster Elemente, die sie einander gegenüberstellt und somit in einen Dialog zwingt. Dieser Dialog steht häufig mit der Neupositionierung des Individuellen in wohlbekannte soziale, persönliche oder politische Strukturen in unmittelbarer Verbindung. Maria Zervou verwandelt das Banale in das Unerwartete und vollführt in ihrer Ausstellung POINT OF DEPARTURE eine interaktive Beziehung zwischen Raum und Zeit, zwischen Innen- und Außenraum und lässt den Betrachter neu definierte Grenzen erahnen.