Maria
zervou, POINT OF DEPARTURE
Für die Arbeiten von Maria Zervou (1977), die
meist eine emotionale Verletzlichkeit betonen, ist
der Ausdruck ihrer persönlichsten Art zu fühlen
sehr charakteristisch. Ihre Geschichten beruhen stets
auf Metaphern und nehmen – als mentale Bilder
geboren – verschiedene Formen ein. Maria Zervou
untersucht in ihren Videos, Zeichnungen und Installationen
oftmals die doppelseitige Natur der Dinge und benutzt
alltägliche Szenerien, die mit fremdartigen Dingen
oder Paradoxien im unerwarteten Kontakt stehen. In
ihrer Videoarbeit „Traveler“ konzentriert
sich die Künstlerin auf die Erforschung der doppelten
Sichtweisen unserer Realität – die unserer
sichtbaren Welt und die, die wir mit unserem inneren
Auge wahrnehmen, die Realität unserer eigenen
Fantasiewelten. Ihr Ziel ist es, die Erwartungen des
Beobachters umzukehren, indem sie die absurden Elemente
der Realität betont. Eine ihrer Methoden, um
den doppelten Blick auf die Wirklichkeit zu erforschen,
liegt in dem Zusammenführen verschiedenster Elemente,
die sie einander gegenüberstellt und somit in
einen Dialog zwingt. Dieser Dialog steht häufig
mit der Neupositionierung des Individuellen in wohlbekannte
soziale, persönliche oder politische Strukturen
in unmittelbarer Verbindung. Maria Zervou verwandelt
das Banale in das Unerwartete und vollführt in
ihrer Ausstellung POINT OF DEPARTURE eine interaktive
Beziehung zwischen Raum und Zeit, zwischen Innen-
und Außenraum und lässt den Betrachter
neu definierte Grenzen erahnen.
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